Deutsche Bank – Der härteste Geldeintreiber in den USA?

Es ist eine Nachricht, die einschlägt wie eine Bombe. Während sich der Branchenprimus Deutsche Bank im eigenen Land immer sauber verhält und sich nichts zu Schulden kommen lässt, treibt sie in den USA als Treuhänder Menschen in den finanziellen Ruin.

Dies berichtet zumindest am heutigen Montag die „Financial Times Deutschland“ und zeigt dadurch mit dem Finger auf eine Bank, die sich nur zu gerne das Image eines Saubermanns gibt (allen zu oberst Bankchef Josef Ackermann), in den USA aber zu wüten scheint wie kaum eine andere Bank.

Die Immobilienkrise in den USA hat die ganze Welt erst in eine Finanzkrise gezerrt, dann in die Wirtschaftskrise getrieben. Was niemand wusste bis heute: Auch die Deutsche Bank hat ihre Finger im Spiel mit dem Anziehen der Kredite, die dazu führten, und führen, dass viele Hausbesitzer in den USA ihre Hypotheken nicht mehr zurückzahlen können.

Während die Deutsche Bank dabei nicht als Bank selbst, sondern nur als Treuhänder für Investoren aus aller Welt fungiert, scheint sie Methoden zu nutzen, um Hausbesitzer, trotz anderer Möglichkeiten, aus ihren Häusern zu vertreiben. Inzwischen soll laut Medienberichten sogar die US-Börsenaufsicht SEC Ermittlungen gegen die Deutsche Bank aufgenommen haben.

In den USA haben viele Banken ihre Strategien längst geändert und klagen die Eigentümer nicht mehr aus ihren Häusern, sondern versuchen, durch Umwandlungen der Hypotheken oder andere Möglichkeiten die Zwangsräumung und Zwangsversteigerung zu vermeiden. Die Deutsche Bank scheint all dies nicht zu interessieren. Laut „FTD“ soll es zigtausende derzeit anliegende Vollstreckungsbescheide geben, mit der die Deutsche Bank die Hausbesitzer aus ihren Immobilien vertreiben will. Und dies, obwohl aufgrund der Immobilienkrise die Zeiten für einen Weiterverkauf der Häuser schlecht sind.

Die Deutsche Bank gerät dadurch in den USA immer mehr ins Zwielicht. Längst hat sie dort das Image des Saubermanns verloren, sondern wird zum Vollstrecker, der Menschen behandelt, als seien sie nichts wert, nur um des Eintreibens fragwürdiger Papiere willen. Die Bank selbst äußert sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

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