Der Stern knickt ein – Die Zahlen von Daimler vom vergangenen Jahr

Das vorüber gegangene Geschäftsjahr hat bei Daimler Spuren hinterlassen. Die Krise auf dem internationalen Automarkt schlägt sich auch in den Zahlen nieder, die alles andere als gut sind. Auch wenn die offiziellen Zahlen erst am 27. Februar, also in zehn Tagen vorliegen werden, ist doch ein deutlicher Abwärtstrend erkennbar.

Die heute von Daimler bekannt gegebenen Daten im Überblick:

„Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) hat heute die vorläufigen und ungeprüften Ergebniszahlen für den Konzern und die Geschäftsfelder für das Jahr 2008 vorgelegt.
Daimler erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBIT in Höhe von 2.730 (i. V. 8.710) Mio. €.
Der Ergebnisrückgang war insbesondere bedingt durch Belastungen von 3.228 (i. V. -377) Mio. € aus der Beteiligung an Chrysler sowie durch das niedrigere Ergebnis von Mercedes-Benz Cars. Zudem enthielt das Vorjahresergebnis hohe Erträge infolge der Übertragung von EADS-Anteilen (2008: 130 Mio. €; 2007: 1.573 Mio. €). Daimler Trucks erreichte vor allem aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den USA und der Aufwendungen für die Neuausrichtung der Aktivitäten im NAFTA-Raum nicht das Vorjahresergebnis. Positiv entwickelten sich im Jahr 2008 die Ergebnisse bei Daimler Financial Services, Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses.
Ausgehend von den Erwartungen der Geschäftsfelder hatte das Unternehmen ein EBIT aus dem laufenden Geschäft von mehr als 6 Mrd. € prognostiziert. Darin nicht enthalten waren Sonderfaktoren aus der Neueinschätzung der Restwerte von Leasingfahrzeugen bei Mercedes-Benz Cars, aus der Veräußerung von Immobilien am Potsdamer Platz, aus der Übertragung von EADS-Anteilen, Belastungen aus der Neuausrichtung von Daimler Trucks North America und aus dem neuen Managementmodell sowie Effekte im Zusammenhang mit Chrysler. Ohne die Sonderfaktoren hat Daimler dieses Ziel erreicht.
Die Sonderfaktoren, die die Ergebnisentwicklung in beiden Jahren beeinflussten, sind in den Tabellen auf den Seiten 13 und 14 im Einzelnen dargestellt.
Für Daimler bestand das Jahr 2008 aus einem sehr guten ersten und einem schwierigen zweiten Halbjahr. Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, bei der Jahrespressekonferenz: „Was wir unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen leisten können, haben wir im ersten Halbjahr 2008 bewiesen. Viele unserer Geschäfte waren auf sehr gutem Kurs.“
Für das Gesamtjahr lag das Konzernergebnis bei 1,4 (i. V. 4,0) Mrd. €. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,41 € (i. V. 3,83 €).
Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, für das Geschäftsjahr 2008 eine Dividende je Aktie von 0,60 (i. V. 2,00) € auszuschütten. Bezogen auf die am 31. Dezember 2008 dividendenberechtigten Aktien entspricht dies einer Ausschüttungssumme von 556 (i. V. 1.928) Mio. €. Ausschlaggebend für die Anpassung der Dividende sind das Ergebnis des Jahres 2008 sowie die nur schwer abschätzbare weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und der Automobilmärkte.
Konzernabsatz und –umsatz
Daimler hat im Jahr 2008 trotz der vor allem in der zweiten Jahreshälfte äußerst schwierigen Marktbedingungen insgesamt 2,1 Mio. Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau nahezu erreicht. Der Konzernumsatz erreichte 95,9 Mrd. € nach 99,4 Mrd. € im Vorjahr. Bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Rückgang um 1% zu verzeichnen.“

Dr. Dieter Zetsche, der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, sagte zu den doch recht nachdenklich und zugleich auch bedenklich stimmenden Zahlen: „Der Daimler-Konzern stellt sich dieser Krise aus einer Position der relativen Stärke. Das gibt uns die Chance, die aktuelle Ausnahmesituation nicht nur zu überstehen, sondern gestärkt aus ihr hervorzugehen. Wir werden alles daran setzen, diese Chance zu nutzen.“

(Quelle: Daimler AG)

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