Das Rettungsprogramm ist durch – und die nächste Bank wackelt bereits

Nach zähen Verhandlungen ist das 700 Milliarden US Dollar Rettungsprogramm des US-Kongress endlich durch. Vor der Tür stand dabei schon die nächste drohende Gefahr – die mögliche Pleite der viertgrößten Bank in den USA, das Kreditinstitut Wachovia. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des möglichen Strauchelns gab es auch schon bereits Gespräche mit anderen Banken. So interessieren sich wohl die Citigroup, die vor kurzem erst die deutsche Citibank an eine französische Großbank veräußert, dem Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo und auch mit der Banco Santander aus Spanien. Ob dann auch wirklich einer der Investoren die Wachovia ganz oder teilweise übernehmen wird, kann noch nicht gesagt werden. Am Freitag fiel die Aktie um mehr als ein Viertel des Wertes, genauer gesagt um mehr als 27 Prozent. Und auch im nachbörslichen Handel war die Talfahrt nicht aufzuhalten. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres ging der Kurs der Wachovia-Aktie um gut 75 Prozent ins Minus. Inzwischen wurde auch bekannt, dass es wohl Verhandlungen zwischen Wachovia und der Investmentbank Morgan Stanley gegeben hatte, die jedoch Mitte der Woche endgültig gescheitert sind.

Die Suprime-Krise in den USA hat nun wohl ihr nächstes Opfer gefunden. Und mehr als hundert Banken stehen noch auf der Liste der staatlichen Einlagensicherung der USA, der FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation). Zumindest war dies Ende Juni, beim letzten öffentlichen Report des FDIC so. Inzwischen könnten es auf der Liste möglicherweise jedoch weit mehr als die 117 gefährdeten Banken sein. Näheres wird man wohl erst in ein paar Tagen wissen. Und auch dann wird man endlich Details des 700 Milliarden US Dollar Rettungsprogramms wissen. Eines Tages wird man auch wissen, ob es greift, oder ob die Banken an der Wall Street weiter Schindluder treiben mit dem Geld anderer Menschen.

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