Bargeld in Deutschland – 9 von 10 Deutsche bezahlen auch ohne Münzen und Scheine

Wie eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt, ist die Akzeptanz für ein bargeldloses Leben gestiegen. Die repräsentative Befragung macht deutlich, dass „fast jeder Zweite könnte weitgehend auf Bargeld verzichten“ könnte. Vor einem waren es noch gut ein Drittel (36 Prozent), die sich einen bargeldlosen Alltag in Deutschland vorstellen konnten. Innerhalb eines Jahres verstärkte sich die Akzeptanz, und stieg bei der aktuellen Umfrage um 10 Prozent auf 46 Prozent, und damit fast jeden zweiten Bundesbürger. Interessant ist dies vor allem in dem Zusammenhang, dass uns Deutschen immer so gerne nachgesagt wird, dass wir unbedingt an unserem geliebten Bargeld festhalten wollen.

Fast jeder Zweite könnte weitgehend auf Bargeld verzichten

  • Akzeptanz für bargeldlosen Alltag innerhalb von einem Jahr deutlich gestiegen
  • 9 von 10 Deutschen bezahlen derzeit im Geschäft auch ohne Münzen und Scheine

Ob an der Kasse im Supermarkt, beim Bäcker oder im Café: Ein Leben ganz ohne Geldscheine und Münzen ist für immer mehr Menschen denkbar. Das zeigt eine repräsentative Befragung, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Demnach kann sich fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) vorstellen, in Zukunft in beinahe allen Alltagssituationen fast ausschließlich bargeldlos zu bezahlen. Vor einem Jahr war es erst gut ein Drittel (36 Prozent). Besonders hoch ist die Offenheit für einen komplett bargeldlosen Alltag bei den 30- bis 49-Jährigen: In dieser Gruppe können sich 53 Prozent vorstellen, weitgehend auf Scheine und Münzen zu verzichten. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 45 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 46 Prozent und bei den Befragten ab 65 Jahren 39 Prozent. „Bargeldlose Bezahlverfahren sind komfortabler und sicherer, deshalb werden sie das Bargeld auf mittlere Sicht ersetzen“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer. Gerade das kontaktlose Bezahlen mit dem Smartphone habe großes Potenzial. Dabei hält der Kunde sein Gerät kurz vor ein entsprechend ausgerüstetes Lesegerät, um eine Rechnung zu begleichen. Abgerechnet wird in der Regel über eine Kreditkarte. Rohleder: „Mobile Payment ist praktisch und erleichtert den Überblick über die eigenen Finanzen, etwa mithilfe einer App, die automatisch ein Haushaltsbuch führt.“ Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone per NFC-Technologie ist in zahlreichen Discountern, Supermärkten und Tankstellen möglich. Voraussetzung ist, dass das Handy mit dem NFC-Chip ausgestattet ist und man eine entsprechende App installiert hat.

Derzeit nutzen 93 Prozent der Deutschen Bargeld, um im Geschäft ihre Einkäufe zu bezahlen. Nahezu ebenso viele, und zwar 89 Prozent, zahlen bargeldlos. Unter den bargeldlosen Verfahren ist die Girocard mit 82 Prozent das meistgenutzte Mittel, gefolgt von der Kreditkarte mit 36 Prozent. 13 Prozent nutzen zudem mobile Bezahldienste, also neben dem kontaktlosen Bezahlen per NFC-fähiger Karte oder Smartphone zum Beispiel die Zahlung per SMS, MMS oder QR-Code.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1007 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Können Sie sich vorstellen, in Zukunft in beinahe allen Alltagssituationen fast ausschließlich bargeldlos zu bezahlen?“ und „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Einkäufe im Geschäft zu bezahlen. Welche der folgenden Bezahlmöglichkeiten nutzen Sie?““

Quelle Pressemitteilung: Bitkom

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