Aktienanlagen als Alternativen für die Altersvorsorge?

Die Gesetzliche Rente reicht längst nicht mehr aus, um den bisherigen Lebensstandard auch im Alter zu ermöglichen. Auch die Rentenerhöhung 2013 zeigt für Westdeutsche ein karges Bild mit einer Erhöhung der Renten deutlich unter der Inflationsrate. Immer mehr Verbraucher sind deshalb in der Lage, gründlicher über ihre Private Altersvorsorge nachdenken zu müssen. Eine Möglichkeit für die finanzielle Vorsorge für das Rentenalter ist dabei die Geldanlage in Aktien. Was es dabei zu beachten gilt, haben die Finanzexperten der ING-DiBa zusammengefasst.

Alternativen für die Altersvorsorge

„So können sich Anleger mit Aktien ihren Ruhestand versüßen

Viele Deutsche werden ihren gewohnten Lebensstandard im Ruhestand allein mit der gesetzlichen Rente nicht mehr finanzieren können. Daher gewinnt die private Altersvorsorge immer mehr an Bedeutung. Bei der Planung der persönlichen Vorsorgestrategie sollte immer auch die Anlage in Aktien geprüft werden. Denn den damit verbundenen Risiken steht vor allem auf lange Sicht die Chance gegenüber, attraktive Renditen zu erzielen.

Langer Atem wurde belohnt

Trotz der vielen Aufs und Abs an den Börsen haben sich Aktienanlagen zumindest in der Vergangenheit auf Dauer gelohnt. So ist zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (DAX) seit Ende 1992 im Schnitt um 8,3% pro Jahr gestiegen. In den Jahren 2003 bis 2012 legte das Kursbarometer für die 30 wichtigsten deutschen Unternehmen im Durchschnitt um 10,2% jährlich zu. Und in den vergangenen vier Jahren kletterte der Börsenindex im Schnitt sogar um respektable 12,2% jährlich. Ob das in den nächsten Jahren so weitergeht, weiß allerdings niemand.

Wer von so einer Erfolgsgeschichte profitieren will, braucht auf jeden Fall gute Nerven und notfalls viel Geduld. Schließlich müssen Anleger größere Kurseinbrüche verkraften können. So schloss der DAX das Jahr 2002 zum Beispiel mit einem Minus von 43,9% ab.

Bankkunden, die Aktien oder Aktienfonds in ihre Altersvorsorgestrategie einbauen wollen, sind deshalb gut beraten, drei Faustregeln zu beachten:

  1. Bis zum Ruhestand sollte es noch einige Jahre dauern. Denn je mehr Zeit für die Aktienanlage zur Verfügung steht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch größere Kursrückschläge aufholen lassen. Daher kommen gerade für junge oder jüngere Menschen die Dividendenpapiere in Frage. Für sie bieten sich vor allem Fonds-Sparpläne an. Dabei wird ein fester Betrag, zum Beispiel 100 Euro im Monat oder mehr, in Aktienfonds oder Indexfonds einbezahlt, die einen bestimmten Aktienindex abbilden. Dies bietet die Möglichkeit, automatisch antizyklisch zu investieren: Sind die Kurse niedrig, werden mit dem gleichen Betrag mehr Fondsanteile erworben als bei hohen Preisen. Fachleute nennen dies den Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt).
  2. Je näher der Rentenbeginn rückt, desto stärker sollten Anleger den Aktienanteil im Depot herunterfahren. Experten empfehlen, ab Mitte 50 günstige Marktphasen zu nutzen und Aktienbestände in sichere Anlagen wie Bundesanleihen oder Spareinlagen umzuschichten, die der deutschen Einlagensicherung unterliegen. So wird Schritt für Schritt das Risiko verringert, dass ein Kurseinbruch das Ersparte kurz vor dem Ruhestand kräftig dezimiert.
  3. Wer in absehbarer Zeit größere Investitionen plant wie etwa den Bau eines Hauses oder den Erwerb eines Autos, sollte das dafür vorgesehene Kapital nicht in Aktien oder Aktienfonds investieren. Sind die Kurse an den Börsen nämlich ausgerechnet dann abgerutscht, wenn das Geld für den Kauf nötig ist, kann der Traum von den eigenen vier Wänden oder dem neuen Flitzer schnell platzen.“

Quelle: ING-DiBa Finanzwissen kompakt

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